Trauerrednerin Annika

Dass zum Leben auch das Sterben dazu gehört, erfahren wir alle früher oder später. Bei mir geschah es eher früher: meine Eltern starben kurz nacheinander. Andere Verwandte begleitete ich im Hospiz. Und so schrieb ich meine erste Trauerrede. Ich tat es für meine Familie, aber auch für mich. Und ich merkte, wie gut ich mich damit fühlte.  Auch den Trauernden bei der Beerdigung hatte es gut getan. Die Resonanz war äußerst positiv und ermutigte mich freie Rednerin zu werden. Es ist mir eine Freude mit meinen Möglichkeiten Gutes zu tun, eine gute Trauerbegleitung zu sein und so einen guten Abschied zu gestalten.

Sprache ist mir ein besonderes Anliegen, ich habe schon immer gerne geschrieben. Schreiben hilft mir, meine Gedanken zu sortieren und zur Ruhe zu kommen. Beruflich habe ich Reden für andere und zu anderen Themen geschrieben - und das auch zertifiziert. Mit der Zeit wollte ich persönlicher schreiben – und die Reden auch selbst halten. 

Ich bin ein kommunikativer Mensch. Immer wieder passiert es, dass Menschen mir Dinge erzählen, die andere, obwohl schon viel länger mit dem Gegenüber vertraut, noch gar nicht wussten. Ich höre Ihnen zu. Mir ist es wichtig, nicht nur Biografisches zu berichten, sondern neben Familiärem auch Persönliches, kleine Anekdoten, eben etwas Besonderes zu erzählen. 

Der Verlust eines geliebten Menschen erschüttert uns auf vielen Ebenen. Trauern ist wichtig, es hilft uns, unser Leben ohne den Verstorbenen weiterzuleben. Ich unterstütze Sie, dem Abschied einen besonderen Rahmen zu geben – mit Respekt und Wertschätzung - und manchmal vielleicht sogar mit einem kleinen Schmunzeln. Ich helfe Ihnen, Erinnerungen aufleben zu lassen und besondere Momente mit einfließen zu lassen. Ich höre Ihnen zu und schreibe die persönliche Lebensgeschichte des Ihnen nahestehenden Verstorbenen auf. Eine persönliche Trauerrede hilft, Abschied zu nehmen und den Trauerprozess gut zu gestalten.

Mediation im Trauerfall

Wenn jemand stirbt, bleiben oft traurige Angehörige und Freunde zurück. Jeder Mensch trauert anders, hat andere Bedürfnisse für den Prozess des Abschieds.

Es passiert jedoch auch, dass Menschen versterben, mit denen man nicht friedlich auseinander gehen konnte, mit denen kein Abschied möglich war. Wenn es Ungeklärtes in der Beziehung gibt, dann kann es zu Unstimmigkeiten oder sogar Streit in der Familie oder im Freundeskreis kommen. 

Hier kann ich als Mediatorin helfen zu klären, loslassen zu können und den eigenen Frieden zu finden. Ich unterstütze Sie, gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Ablauf und Umfang der Gespräche orientieren sich an den zu klärenden Themen. Nach einem Vorgespräch und meiner Kostenaufstellung entscheiden Sie gemeinsam, ob Sie mich als Mediatorin beauftragen möchten.

Falls die verstorbene Person im Konflikt eine Rolle spielt, kann die Methode der Stellvertreter-Mediation eine gute Hilfe sein, um zu einer Klärung zu kommen. So wird den Zurückgebliebenen ein guter Abschied ermöglicht, der innere Ruhe gibt.

 

Was ist eine Stellvertreter-Mediation?

Häufig bleiben Konflikte unbearbeitet und ungelöst, weil nicht alle beteiligten Konfliktparteien, sondern nur eine zu einer Mediation bereit ist. An dieser Stelle setzt die Stellvertretermediation an. Mithilfe dieser Methode können Konfliktparteien den Konflikt für sich klären, ohne dass die andere dabei ist.